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Wieder danke ich vorab meinen Vorstandsmitgliedern sowie unserer Geschäftsstelle, Cathrin Schaper, für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr.
Viele Themen aus den einzelnen Jahresberichten sind im Gesamtvorstand ausführlich erörtert und den Erfordernissen entsprechend behandelt worden. So soll auch dieser Bericht nur eine Ergänzung hierzu sein.
Der seit Jahren bestehende, überaus wichtige, vertrauliche und persönliche Kontakt u.a. mit der Hamburger Wasserschutzpolizei, der Hamburg Port Authority, dem Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg, den Hafenkapitänen, der Lotsenbrüderschaft EIbe, der Hamburger Hafenlotsenbrüderschaft, dem Hamburger Sportamt, dem Hamburger Sportbund, der Behörde für Kultur, Sport und Medien sowie der Behörde für Wirtschaft und Verkehr zum Leitthema "Sicherheit in unserem Revier auf der EIbe und im Hamburger Hafen" ist für alle Mitglieder im Verband von Bedeutung.
Die guten Beziehungen mit dem Hamburger Motorboot-Verband sind von festem Bestand. Desgleichen besteht nunmehr unverändert seit Jahren eine sehr enge Verbindung zwischen den 5 norddeutschen Landessegler-Verbänden. Diese Solidarität hat sich gerade bei länder-übergreifenden Themen und Schwerpunkten bewährt. Mit dem Deutschen Segler-Verband und dem gesamten Seglerrat stehen wir in enger und guter Verbindung.
Zur Statistik:
Gegen den Trend hat sich die Gesamtmitgliederzahl im Hamburger Segler-Verband in 2009 leicht erhöht auf 12786 in 82 Vereinen.
Der Dauerbrenner "Fahrrinnenanpassung / Elbvertiefung" war auch in 2009 von Bedeutung. An allen hiermit verbundenen Erörterungen habe ich teilgenommen. Der Hamburger Senats-Stiftungsfond in Höhe von 10 Millionen Euro wird seit 2008 vom Kuratorium zinstragend angelegt, derzeit mit jährlichen Laufzeiten, um sich dem Trend effektiver anpassen zu können. Eine Freigabe der Erträge zur zweckbestimmten Verwendung erwarte ich nach derzeitigem Kenntnisstand ab 2012.
Durch die enge Mitarbeit in der Wassersportkommission des Hamburger Sport - Bundes gib es teils noch vertrauliche, teils bereits veröffentlichte Kenntnisse zum Masterplan über die möglichen Veränderungen im Hamburger Hafen bzw. den Randgebieten. Hamburg als eine der weltweit führenden Hafenwirtschaftsmetropolen wird und muss sich der Zukunft stellen. In diese Planungen soll auch der gesamte Wassersport in Hamburg mit eingebunden werden.
Durch den verbandsinternen Baggerfonds, in den die beteiligten Hafenbetreiber bzw. Vereine jährlich regelmäßig auf 10 Jahre verteilt anteilig einzahlen, sind in 2009 bereits erste Baumaßnahmen zur Tiefenhaltung erfolgreich durchgeführt worden. Die seinerzeit erstellte Mengen- und Kostenkalkulation erweist sich als realistisch. Es ist davon auszugehen, dass weitere Hafenunterhaltungsmaßnahmen in 2011 erforderlich werden.
Hamburg hat mit den bereits 2004 / 2005 erfolgreich ausgeführten Grundbaggerungen und anschließenden Unterhaltungsmaßnahmen einen erheblichen Vorsprung und somit auch großen Vorteil gegenüber den gesamten weiteren Häfen, insbesondere denen im UntereIberaum. Dass unser Verband seine Erfahrungen weiter gibt und in jeder nur möglichen Art und Weise die gesamte Elberegion bei der Wiederherstellung der erforderlichen Wassertiefen in den Yachthäfen unterstützt, ist selbstverständlich.
Für die Zukunft des Nord-Ostsee-Kanals ist es dringend erforderlich geworden, in Brunsbüttel eine 3. Seeschleuse bzw. eine 5. Schleusenkammer zu bauen. Nach derzeitigem Planungsstand wird Baubeginn ca. im Jahre 2011 sein. Baulich bedingt, wird das auch für uns Segler zu Behinderungen im Brunsbütteler Schleusenbereich führen. In die Bauplanung bzw. Verkehrsregelung wird u.a. auch unser Verband eingebunden, um insbesondere das Einlaufen von der EIbe her in den Kanal zu sichern.
Offshore Windparks nehmen sowohl in der Nord- als auch in der Ostsee erheblich zu. Diverse Anträge auf weitere Genehmigungen sind gestellt. Bisher gilt die einheitliche Regelung, dass außerhalb der Bauphasen eine generelle Durchfahrterlaubnis für 'Sportboote' besteht. Der Deutsche Seglertag 2009 in Friedrichshafen ist "ruhig ohne Brennpunkte" verlaufen. Das Protokoll der Tagung liegt den Vereinen vor, auf den Verlauf gehe ich daher nicht weiter ein. Das Projekt Harburger Binnenhafen nimmt als Wassersportzentrum im Harburger Raum weiter Form an. Eine geplante Verlagerung unserer Mitgliedsvereine aus dem Hamburger ObereIberaum ist wegen der Reviereinschränkungen durch Brücken bei Booten mit stehendem Mast nicht akzeptabel.
Der Sportfördervertrag zwischen dem Hamburger Sportbund und der Stadt mit neuer Laufzeit ist abgeschlossen und sichert somit vorläufig auch die Maßnahmen zur Förderung des Leistungssports. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung des HSB 'wurde diese Grundlage vorgestellt und erläutert.
Auf der Regattaveranstaltung "Baltic Sprint Cup 2009" ist es auf der 2. Etappe zu einem tragischen Unfalltod durch Überbordgehen einer Seglerin gekommen. Hierüber hat es viele, bedauerlicherweise auch falsche, Diskussionen gegeben. Es liegt nach Kenntnis über den Vorfall weder ein Eigen- noch ein Fremdverschulden vor sondern ein folgenschwerer, tragischer Verlauf eines Segelmanövers bei dem auch die überaus erfahrene Crew keine Chance auf eine Rettung hatte.
Das nunmehr auch zur Tradition gewordene Frühjahrsgespräch mit allen für unser Revier, Elbe, Hamburger Hafen und Alster zuständigen Behörden und Institutionen ist von großer Bedeutung geworden und hat wesentlich zum besseren Verständnis untereinander, vor allem der Sicherheit auf dem Wasser, beigetragen und wird fortgesetzt.
Das Grundziel des SAILING TEAM GERMANY, ein durchgängiges und lückenloses Fördersystem vom Jüngstensegeln bis hin zur Olympiateilnahme, nimmt trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten, weiter Form an. Der Förderverein Sailing Team Germany eV ist eingetragen und die Sailing Team Germany GmbH als die Leistungsgesellschaft ist gegründet worden. Derzeit liegen 26 Mitgliedschaften im Förderverein vor. Generell wird das System und die gesetzten Ziele von allen bundesweiten Landessegler-Verbänden positiv begleitet. Mitgliedschaften sind bisher aus diesem Kreis aufgrund offener Fragen noch nicht entstanden, werden aber wohl absehbar erfolgen.
Die Finanzen des Verbandes stehen langjährig und auch jetzt auf stabilen Füßen mit einer beruhigenden Rücklage. Gerade in der derzeitig schwierigen wirtschaftlichen Situation ist das bedeutend. Das Prinzip: den Tannenbaum solange zu schütteln bis die Schokoladenkringel am Fußboden liegen, ist nicht unser Stil.
Ich hoffe auf eine gute Segelsaison 2010 !
Harald Harmstorf
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