|
Wie in den Jahren zuvor, soll dieser Bericht eine Ergänzung zu den einzelnen
vorliegenden Berichten meiner Vorstandsmitglieder sein, da nahezu sämtliche
Themen und Aufgabenstellungen im Verband zusammenlaufen.
Der nunmehr schon traditionell gute Kontakt mit allen für uns zuständigen
Behörden und Institutionen in Hamburg hat sich insbesondere durch das jährlich
stattfindende "Frühjahrstreffen" sehr gefestigt. Hier ist und bleibt unser
Kernthema: Sicherheit auf unserem Revier, von der Oberelbe bis zur Deutschen
Bucht und auf der Alster sowie das grundsätzliche Verständnis für erforderliche
Abläufe mit der vorrangigen Großschifffahrt.
Der Verkehr mit unseren Yachten hat durch viele Veranstaltungen im Hamburger
Hafen stark zugenommen. Auch hierbei hat sich der langjährige enge Kontakt zum
Hamburger Motorboot-Verband bewährt.
Überregional besteht ebenfalls seit Jahren eine enge und vertrauliche Verbindung
zu den "Nordlichtern", d.h. den Landessegler-Verbänden Niedersachsen,
Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie dem Fachverband
Segeln Bremen. Auf den regelmäßigen Sitzungen des Seglerrates im Deutschen
Segler-Verband ist das von Bedeutung, wobei der Gesamtkontakt zu allen
bundesweiten Landessegler-Verbänden und dem DSV ebenfalls sehr gut ist. Bei
vielen Sachthemen, die überregional durch die oft sehr unterschiedlichen
Bundesländerstrukturen diskutiert wurden, konnten gute und gemeinsame Lösung
gefunden werden.
Das ich selbst den Hamburger Segler-Verband auf allen für uns bedeutsamen
Veranstaltungen, regional und überregional, vertrete, ist selbstverständlich
geworden.
In alle aktuellen Revierthemen in Hamburg ist unser Verband eingebunden,
direkt oder gemeinsam u.a. mit den Hamburger Landesverbänden der
Motoboote, Ruderer, Kanuten und Taucher in der Wassersportkommission des
Hamburger Sportbundes. Nicht nur hieraus sondern auch über den
Hauptausschuss und persönlich hat sich über die Jahre zum Hamburger
Sportbund eine überaus gute und vertrauliche Zusammenarbeit ergeben.
Viele Hamburger Planungen und Gesetzesentwürfe konnten in langen
Beratungen soweit entschärft werden, dass diese nahezu keine Einschränkungen
für den gesamten Wassersport darstellten oder zum Vorteil entwickelt wurden. So
bei beabsichtigten Vereinsverlagerungen, Baumaßnahmen wie dem Harburger
Binnenhafen oder dem Entwurf zur Befahrensordnung im Mühlenberger Loch.
Durch massives Vorgehen des Hamburger Segler-Verbandes und großem
Entgegenkommen der zuständigen Hamburger Behörden sowie des Hamburger
Sportbundes konnten in den Jahren 2003 und 2004 alle gefährdeten Hamburger
Yachthäfen grundgeräumt und wieder auf Tiefe gebracht werden. Durch
erforderliches regelmäßiges eggen bzw. spülen ist nunmehr wie geplant eine
kostengünstige Unterhaltung möglich.
Der interne Hafenfonds im Verband, in den jährlich festgelegte Beträge
eingezahlt werden, hat sich bewährt. Auf diese Weise sind für mehr als 700
Yachten, ohne dem Hamburger Yachthafen in Wedel, dauerhafte Liegeplätze
und damit auch der Erhalt von Vereinsmitgliedschaften in Hamburg gesichert.
Aus diesen Erfahrungen heraus wird sich der Hamburger Segler-Verband
nunmehr gemeinsam mit dem Deutschen Segler-Verband sowie den
Landesseglerverbänden Schleswig-Holstein und Niedersachsen als Mitbetroffene
der Elbeausbaumaßnahmen verstärkt dafür einsetzen, dass auch die Unterelbe-
Yachthäfen von Schlamm-Einlandungen grundgeräumt werden, um danach
ebenfalls durch wesentlich günstigere Unterhaltungsmaßnahmen
die
erforderlichen Wassertiefen erhalten zu können.
Hier muss erreicht werden, dass sowohl die betreffenden Bundesländer als auch
deren Landessportbünde ebenfalls so kostenfördern eintreten wie Hamburg. Die
Vereine selbst können das nicht alleine tragen. Bis zu einer tragbaren Lösung wird
noch viel Wasser die Elbe rauf und runter fließen.
Die geplante Fahrwasseranpassung ist derzeit für 2012 avisiert.
Nach langen Prüfungen aller rechtlichen Voraussetzungen und den Erfahrungen
aus der Vergangenheit hat sich unser Segler-Verband entschieden, keine
Einwendungen gegen die anstehenden Elbausbaumaßnahmen zu erheben. Weder
unsere Satzung noch die grundsätzliche Situation lässt das zu. Somit wurden und
werden auch keine Kosten in Widerspruchsverfahren investiert, wo keine Aussicht
auf Erfolg besteht.
Gegen Zerstörungen von Uferlandschaften oder Vereinsanlagen sowie
Einschränkungen des Segelns haben und werden wir uns auch in Zukunft wehren.
Der Sonderstiftungsfonds des Hamburger Senats in Höhe von 10 Mio. ist in
das 3. Zinsertragsjahr gegangen. Verfügungen hieraus können, wie bereits
mehrfach dargestellt, erst nach Freigabe der Elbausbaumaßnahme erfolgen. Viele
Hafenbetreiber stehen bereits in der Warteschleife, um Fördergelder hieraus in
Anspruch nehmen zu können.
Das Projekt Sailing Team Germany hat Form angenommen. Seit 2010 ist unser
Verband beitragszahlendes Mitglied geworden. Insbesondere erwarten wir hieraus
die Möglichkeit einer bundesweiten Koordinierung zur Förderung geeigneter
jugendlicher Spitzensegler.
Der Hamburger Segler-Verband trägt im Verhältnis seines Beitragsaufkommens
der Gesamtmitglieder und deren deutlich überwiegende Vereinsstrukturen als
Fahrtensegler sehr hohe Kosten für Trainingsmaßnahmen mit Jugendlichen.
Hierdurch werden die Möglichkeiten zur Förderung anderer Vereinsmaßnahmen
erheblich eingeschränkt. Das stößt vermehrt auf deutliche Kritik.
Es bleibt zu hoffen, daß bei einer weiteren positiven Entwicklung des Sailing Team
Germany in Kürze eine grundsätzliche Änderung dieser Situation erreicht werden
kann.
Neben den traditionellen Veranstaltungen wie das erfolgreiche Frühjahrstreffen
mit -Behördenvertretern sowie die Einlaufshowfahrt der Wassersportler im
Rahmen der gesamten Einlaufparade anlässlich des jährlichen Hafengeburtstages
soll darüber hinaus auch in Zukunft die Präsenz unseres Segler-Verbandes
gemeinsam mit der Hamburger Yachthafen-Gemeinschaft auf der Hanseboot
Bestand haben.
Derzeit laufen Überlegungen, ob gleichfalls eine Beteiligung gemeinsam mit dem Landessegler-Verband Schleswig-Holstein auf der Hanseboot Ancora Boat Show
der Hamburg Messe und Kongress angestrebt werden kann.
Das neben den hier aufgezeigten Themen ein Reihe von Dauerbrennern
bearbeitet werden müssen und generell viel Verwaltungsarbeit anfällt, ist
selbstverständlich. So wurde es dringend erforderlich, die Verbands-Geschäftsstellenzeiten auf wöchentlich 4 Tage zu erweitern.
Für die vertrauliche und gute Zusammenarbeit im Vorstand einschließlich der
Geschäftsstelle in 2010 danke ich.
|