Jahresbericht des Obmanns Segelsurfen im Hamburger Seglerverband
Samstag, 15 Oktober 2011

Seit Beginn meiner Mitarbeit im Vorstand des Hamburger Seglerverbandes verfolge ich das Ziel, das Windsurfen in die Strukturen des Verbandes zu integrieren und vertrete dabei insbesondere die Belange des Breitensportes und des Regattasurfens. Anknüpfungspunkte ergeben sich dabei bei der Basisausbildung, die in vielen Segelvereinen ebenso auch von Windsurfing Vereinen angeboten wird, und bei Regatten, die nach (fast) denselben Regeln der ISAF und des DSV durchgeführt werden wie bei den Seglern.
 
Mein Angebot an die Segelvereine, sie beim Aufbau einer zusätzlichen Sparte „Windsurfen“ zu unterstützen, gilt nach wie vor. Allerdings wurde dieses Angebot bisher noch nicht in Anspruch genommen. Hierzu bedarf es des Mitmachens von interessierten Vereinsvorständen, Jugendbetreuern oder Trainern. Wer ist der Erste? Bitte meldet Euch! 
 
Im Regattasurfen sind wir im vergangenen Jahr einen deutlichen Schritt voran gekommen. Auf Basis des von der Mitgliederversammlung beschlossenen Strukturplanes, der im Bereich Windsurfen auch die internationale Jugend- und Jüngstenmeisterschaftsklasse, den BIC Techno One Design einschließt, haben  wir im Juni eine Talentsichtung gemeinsam mit dem Honorartrainer des Landesverbandes Schleswig-Holstein in Kiel / Schilksee durchgeführt. Da diese Sichtung sowohl bei den Jugendlichen wie bei den Schleswig-Holsteinern einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat, entwickelt sich daraus gerade eine Kooperation, von der beide Seiten profitieren können.
 
Hamburg verfügt bekanntermaßen mit dem Oortkatensee nur über ein einziges Revier, auf  dem wir unserem Sport nachgehen können. Aus diesem Grunde sind wir darauf angewiesen, unsere Trainingsmaßnahmen vor allem außerhalb Hamburgs auf Seerevieren wie der Ostsee durchzuführen. Hierzu wäre ein hoher logistischer und damit auch ein hoher finanzieller Aufwand für den Trainer und das Motorboot verbunden.
 
Um auch angesichts der noch geringen Zahl talentierter Jugendlicher die Kosten hierfür im Rahmen zu halten, wollen wir daher ab 2011 auf eigene Trainingsmaßnahmen und Regattabegleitfahrzeuge des Verbandes verzichten und uns statt dessen an den Maßnahmen des LVSH beteiligen. Dadurch verdoppelt sich die Trainingsgruppe in unserem nördlichen Nachbarland, so dass zugleich der Spaß und der Ansporn für alle Jugendlichen steigt, die sich im Training mit anderen messen können.
 
Nachdem der Vorstand am 1. Dezember erstmals vier jugendliche Windsurfer in den Landeskader D berufen hat, werden nun 2011 erstmals auch Hamburger Windsurfer bei den deutschen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften an der Startlinie auftauchen. Vielleicht entwickelt sich aus diesen kleinen Anfängen ein Talent, das in die Fußstapfen unserer deutschen Silbermedaillengewinnerin im Windsurfen, Amelie Lux, treten kann!