Unser neu gewählter Obmann des Hamburger Segler-Verbandes, Rainer Frohböse, möchte sich
Ihnen (Euch) auf diesem Wege vorstellen und seine Ziele und Wünsche für die zukünftige Arbeit
im Verband nahe bringen.
Das Windsurfen hat in den 70iger und 80iger Jahren einen beispiellosen Boom erlebt und sich in
diesen Jahren erfolgreich in den Deutschen Segler Verband und die Landesverbände integriert.
Die Mitgliederzahlen in den Surfvereinen sind gestiegen und das Surfen ist zu einer olympischen
Disziplin geworden.
Seither ist es um den Surfsport im Allgemeinen und um die aktive Verbandsarbeit auch im
Hamburger Segler-Verband etwas ruhiger geworden. Die Älteren unter uns werden sich noch
erinnern, dass sie vor 20 Jahren meinten, über manchen unserer Seen zu Fuß gehen könnten.
Die „wilden“ Surfer wurden an manchen Gewässern schon zur Plage erklärt. Heute hat sich die
Lage geändert: Die wilden Surfer sind fast ausgestorben, die Windsurfvereine gibt es immer noch
und erfreuen sich wieder steigender Beliebtheit. So ist es dem Windsurfing Club Hamburg durch
kontinuierliche Surfschulung, Nachwuchsarbeit und Mitmachangebote gelungen, seine
Mitgliederzahl in den vergangenen Jahren fast zu verdoppeln.
Leider gibt es in Hamburg nach unserem Wissenstand nur diesen einen Surfclub. Alle anderen
haben den Rückgang des Surfens nicht überlebt.
Andererseits haben wir wahrgenommen, dass die Segelvereine zunehmend über einen
Mitgliederschwund berichten. Die muss nicht sein, und es lohnt sich über Alternativen
nachzudenken.Hierzu möchten wir beitragen und möchte Ihnen (Euch) unsere Ideen kurz vorstellen.
Segelvereine, die sich in der Ausbildung des Nachwuchses im Opti engagieren, stehen oft vor
der Frage, wie die Kinder zu halten sind, wenn sie für den Opti zu groß oder zu alt werden.
Warum machen diese Vereine, ihren Jugendlichen nicht altersgerechte Surfangebote?
Segelvereine könnten Familien mit Kindern den Spaß am Surfsport vermitteln, indem sie ihnen
anbieten, gemeinsam einen Surfkurs zu besuchen. Würde das nicht die Mitgliedsbasis der
Segelvereine stärken?
Uns ist bewusst, dass wir in Hamburg und Umgebung wohl nur auf dem Oortkatensee dem
Windsurfsport nachgehen können und im Übrigen von Gewässern mit Befahrensverboten
umgeben sind.
Doch gerade die Beschränkung auf nur ein Revier in Hamburg, dessen Windverhältnisse auf
Dauer auch keinen begeistern, liegt unsere Chance. Wir stellen uns daher vor, zunächst einmal
mit denjenigen unter Ihnen (Euch) in Kontakt zu treten, die für ihren Verein aktiv einen
Mitgliederzuwachs anstreben und sich dabei vorstellen können, eine eigene Windsurfing
Abteilung aufzubauen.
Als Mitglied auch des Vorstandes des Windsurfing Club Hamburg verfügt unser Surfobmann
über ausreichend Erfahrung um mit Ihnen (Euch) gemeinsam geeignete Maßnahmen zu
entwickeln. Diese reichen klassischer Weise vom „Schnuppersurfen“ über Surfkurse für
Vereinsmitglieder nach den Richtlinien des Deutschen Segler-Verbandes, bis zu Einrichtung
eines regelmäßigen Surftrainings, Planung und Durchführung von Surfregatten oder ganz einfach
gemeinsamen Surfausfahrten an Nord- oder Ostsee.
Wir sind davon überzeugt, dass wir dann in einigen Jahren erstaunt feststellen werden, dass die
aktiven Vereine ein Rezept gegen den Mitgliederschwund gefunden haben und wir vielleicht
einen eigenen Jugendkader im Hamburger Segler-Verband zu den Regatten schicken können.
Erreichen können wir dies, wenn wir die Ressourcen (Trainer und Surfmaterial) gemeinsam
nutzen und entwickeln. Hierzu will ich beitragen und bitte Sie (Euch) dabei recht herzlich um
Unterstützung.
Für Fragen und Anregungen per Mail steht unser Surfobmann selbstverständlich gerne zur
Verfügung und bittet um rege Rückmeldung.
Harald Harmstorf - Vorsitzender
Rainer Frohböse - Obmann für Windsurfen
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